Frühlingsgras und Pferde: Risiken, Hufrehe und sicherer Weidegang
8. April 2026

Die ersten Sonnenstrahlen, längere Tage und eine Wiese, die wieder grün wird. Für viele Pferdeliebhaber ist der Frühling wie ein Neuanfang. Es ist eine Freude, sein Pferd wieder draußen zu sehen. Doch gerade in dieser Zeit erfordert der Weidegang besondere Aufmerksamkeit. Denn egal wie schön das Gras auch aussieht: Frühlingsgras kann einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit Ihres Pferdes haben.
Warum Frühlingsgras nicht immer ‘unschuldig’ ist
Im Frühjahr wächst das Gras schnell. Dabei lagert es unter dem Einfluss des Sonnenlichts eine Menge Zucker (Fruktane) ein. Vor allem nach sonnigen Tagen mit kalten Nächten können diese Werte stark ansteigen. Ihr Pferd bekommt dann in kurzer Zeit sehr viel Zucker. Und genau hier liegt das Risiko.
Nicht jedes Pferd kann diese Menge gut verkraften. Bedenken Sie:
- Ponys und strenge Rassen
- übergewichtige Pferde
- Pferde, die bereits gesundheitliche Probleme hatten
Besonders in dieser Gruppe kann das Frühjahrsgras schneller Probleme verursachen.
Ist Frühlingsgras gefährlich für Pferde?
Ja, vor allem wegen des hohen Zuckergehalts (Fruktane). Besonders bei empfindlichen Pferden kann dies zu Hufrehe führen. Daher ist ein langsamer Aufbau wichtig.
Lahmheit: ein Risiko, das Sie ernst nehmen müssen
Zu viel Zucker kann zu Hufrehe führen. Ein schmerzhafter Zustand, bei dem die Hufstruktur geschwächt wird. Dem sollten Sie zuvorkommen. Nicht nur, weil es für Ihr Pferd sehr schmerzhaft ist, sondern auch, weil es langfristige Folgen haben kann. Ein gutes Management im Frühjahr macht hier den Unterschied aus.
So gehen Sie die Weidehaltung sinnvoll an
Ein Pferd muss nicht im Stall stehen, um gesund zu bleiben. Aber die Art und Weise, wie man es angeht, macht den Unterschied.
Ein paar praktische Punkte von Interesse:
- Ruhig grasen aufbauen
Beginnen Sie mit kurzen Momenten und erweitern Sie diese Schritt für Schritt. - Behalten Sie das Gewicht im Auge
Ein paar zusätzliche Kilos mögen wenig erscheinen, aber sie machen einen Unterschied. - Kenne dein Pferd
Manche Pferde können mehr brauchen als andere. Anspruchslose Rassen brauchen oft weniger, als man denkt. - Wählen Sie Ihren Weidezeitpunkt bewusst
Nach sonnigen Tagen mit kalten Nächten ist der Zuckergehalt am höchsten. - Erforderlichenfalls die Inanspruchnahme einschränken
Zum Beispiel mit einer Weidemaske oder durch Verkürzung der Weidezeit.
Das Gesamtbild: Futter und Weidehaltung im Gleichgewicht
Was Ihr Pferd auf der Weide zu sich nimmt, wirkt sich direkt auf die gesamte Ration aus. Und genau das ist der Punkt, an dem es oft schief läuft. Sie können nicht genau sehen, was Ihr Pferd an Zucker und Energie aufnimmt. Das führt dazu, dass man schnell zu viel füttert, ohne es zu merken.
Genau aus diesem Grund ist es wichtig:
- Kraftfutter an die Weide anpassen
- die Energiezufuhr kritisch zu betrachten
- Betrachtung der Ration als Ganzes
Denn nur dann halten Sie Ihr Pferd wirklich im Gleichgewicht.
Haben Sie Zweifel an der Ration Ihres Pferdes?
Wollen Sie sicher sein, dass Sie am richtigen Ort sind? Dann fragen Sie nach einer persönliche Fütterungsberatung zu. Dann schauen wir uns gemeinsam Ihre Situation im Stall und auf der Weide an und stimmen die Ration genau darauf ab.
Sehen Sie sich den aktuellen Fruktanindex in Ihrer Region an
Der Fruktan-Index wird anhand der aktuellen Wetterdaten erstellt. So können Sie leicht erkennen, ob das Risiko eines hohen Fruktangehalts besteht, und Sie können die Weidezeit und -dauer anpassen. Lesen Sie mehr über den Website von PaardNatuurlijk.nl.
TERUG NAAR HET OVERZICHT